Schnarch-Therapie
Schnarchen ist weit verbreitet und wird häufig zunächst als störendes Geräusch wahrgenommen. Für Partnerinnen und Partner kann es die Nachtruhe erheblich beeinträchtigen. In manchen Fällen steckt jedoch mehr dahinter: Schnarchen kann ein Hinweis darauf sein, dass die Atmung während des Schlafs eingeschränkt ist. Besonders dann, wenn Atemaussetzer, starke Tagesmüdigkeit oder morgendliche Kopfschmerzen auftreten, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Wann wird Schnarchen zum Gesundheitsrisiko?
Beim Schnarchen geraten weiche Gewebe im Rachenraum in Schwingung. Verengen sich die Atemwege stärker, kann die Atmung zeitweise behindert werden. Kommt es wiederholt zu Atemaussetzern, spricht man von einer Schlafapnoe. Diese kann den Schlaf erheblich stören, obwohl Betroffene die Unterbrechungen oft selbst nicht bewusst wahrnehmen.
Mögliche Hinweise auf eine behandlungsbedürftige Schlafstörung sind zum Beispiel:
- lautes, unregelmäßiges Schnarchen,
- beobachtete Atemaussetzer im Schlaf,
- Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer,
- Konzentrationsprobleme,
- morgendliche Kopfschmerzen,
- Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Beschwerden.
Erst abklären, dann gezielt behandeln
Bevor eine Schnarcherschiene angefertigt wird, sollte zunächst ärztlich abgeklärt werden, ob es sich um einfaches Schnarchen oder um eine Schlafapnoe handelt. Diese Diagnostik erfolgt zum Beispiel durch die Schlafmedizin oder HNO-Heilkunde. Wenn eine Schienentherapie aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, kann die Versorgung anschließend in der Zahnarztpraxis erfolgen.
Wie kann eine Schnarcherschiene helfen?
In geeigneten Fällen kann eine individuell angefertigte Schnarcherschiene eine passende Behandlungsoption sein. Sie wird nachts getragen und hält den Unterkiefer leicht nach vorn. Dadurch bleiben auch Zunge und Weichgewebe in einer günstigeren Position, sodass der Rachenraum besser offen gehalten werden kann. Die Luft kann freier strömen und Schnarchgeräusche können reduziert werden.
Eine solche Schiene wird auch Unterkieferprotrusionsschiene genannt. Sie kann bei ärztlich abgeklärtem Schnarchen sowie bei bestimmten Formen leichter bis mittelgradiger obstruktiver Schlafapnoe infrage kommen – abhängig von der Diagnose und den individuellen anatomischen Voraussetzungen.
Individuell angepasst und regelmäßig kontrolliert
Vor der Anfertigung prüfen wir Zähne, Biss, Kiefergelenke, Zahnhalteapparat und die Voraussetzungen für eine Schnarcherschiene. Anschließend wird die Schiene individuell hergestellt und angepasst. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um Sitz, Wirkung und Verträglichkeit zu überprüfen.
Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Katja Kirchner
Lindenallee 5
01814 Bad Schandau
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